Flexible Arbeitszeiten eignen sich besser Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen als Teilzeit. Das ergab eine Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga).

In dieser Initiative arbeiten gesetzliche Kranken- und Unfallversicherungen zusammen um arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren vorzubeugen. Von den 2000 befragten Erwerbstätigen mit flexiblen Arbeitszeiten geben 64% an Berufliches und Privates eher miteinander vereinbaren zu können. Bei Vollzeitbeschäftigten ohne flexible Arbeitszeit waren es nur 45%. Erstaunlicherweise liegt der Prozentsatz bei Teilzeitbeschäftigung mit 47% nur um 2% höher.

Flexible Arbeitszeiten werden am häufigsten durch Gleitzeitmodelle realisiert, seltener durch Vertrauensarbeitszeit oder Home-Office. Allerdings haben nur 52% der Erwerbstätigen flexible Arbeitszeiten. Hierbei liegt der Anteil der Männer deutlich höher. Dies liegt daran, dass Frauen mehrheitlich in Branchen mit geringer Arbeitszeit-Flexibilisierung arbeiten, wie Gesundheitswesen, Erziehung oder Gastgewerbe.

Flexiblere Arbeitszeiten fördern nicht nur die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sondern tragen insgesamt zur Gesundheit der Beschäftigten bei.