Sollten Sie Ihr Ehrenamt in der Bewerbung erwähnen oder gar in den Vordergrund stellen? Wie immer kommt es auf die Details an.

Bei vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten kann man spezielle Fähigkeiten, Wissen sowie soziale Kompetenzen erwerben. Empathie, Teamgeist aber auch Führungserfahrungen gehören dazu. Sind diese Fähigkeiten im neuen Job gefragt, kann es sinnvoll sein Ihr Ehrenamt zu erwähnen. Wenn es besondere Anknüpfungspunkte gibt, können Sie das Ehrenamt sogar als Einstieg für Ihr Bewerbungsschreiben wählen. Dabei sollten Sie dann Ihre erworbene Kompetenz oder Inspiration zum Job durch das Ehrenamt kurz konkretisieren.

Ein Ehrenamt üben Sie in Ihrer Freizeit aus. Sie müssen es also nicht erwähnen.
Vorsicht ist bei politischen Tätigkeiten oder gesellschaftlich umstrittenen Organisationen geboten. Auch sollten Sie nicht den Anschein erwecken, dass Ihnen Ihr Amt keine Zeit zur Erholung in der Freizeit mehr lässt oder Sie gar gesundheitlich gefährdet. Nur wenige Arbeitgeber werden sich freuen, wenn sie glauben, Sie benötigen Ihren ganzen Jahresurlaub am Stück um gefährliche Hilfsexpeditionen in entlegene Länder zu unternehmen. Vor allem sollten Sie nicht erst bei der Schilderung Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Bewerbungsgespräch aufblühen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie der zukünftige Arbeitgeber reagiert, lassen Sie die schriftliche Erwähnung weg. Sie können Ihre ehrenamtliche Tätigkeit noch immer im Bewerbungsgespräch hervorheben, wenn sich die entsprechende Gelegenheit ergibt und Sie ein gutes Gefühl dabei haben.