Während die meisten Chefs sich und ihre Führungsqualitäten durchwegs positiv einschätzen, sind die meisten Mitarbeiter anderer Ansicht.

Haufe befragte 1000 Führungskräfte und 1800 Angestellte im deutschsprachigem Raum. Beinahe jeder zweite Mitarbeiter ist ständig oder immer wieder unzufrieden mit seinem Vorgesetzten. Doch wird das nur selten offen kommuniziert. Die meisten Unternehmen fordern von ihren Mitarbeitern Offenheit und Selbstständigkeit, damit also auch kritisches Denken und dieses zu äußern. Doch nur 7% der Mitarbeiter sind der Meinung, dass in ihrem Arbeitsbereich transparente Kommunikation gelebt wird.

Auch für das Kritisieren des Chefs gibt es ein paar Regeln. Suchen Sie stets das Vier- Augen- Gespräch mit dem Chef. Den Betriebsrat oder im schlimmsten Fall den Anwalt, können Sie später immer noch hinzuziehen. Sie sollten gut vorbereitet sein und die passenden Argumente parat haben. Nach einem negativen Vorfall sollte man bald das Gespräch suchen. Allerdings suchen Sie nie den Dialog solange Sie noch emotional aufgewühlt sind. Beginnen Sie das Gespräch positiv. Halten Sie Augenkontakt, bleiben Sie immer respektvoll und höflich. Persönliche Angriffe sind natürlich tabu. Am besten haben Sie schon ein paar Lösungsvorschläge parat.

Zu wissen wie man Kritik sachlich übt, und das selbst dem Chef gegenüber, trägt wesentlich zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz bei.