Die Zahl der unbesetzten Jobs hat mit über 1,2 Millionen bundesweit einen neuen Höchststand erreicht. Das bringt Stress für die Beschäftigten.

Fehlen Kollegen, bedeutet das für die verbleibenden Mitarbeiter oft Mehrarbeit. Der Zeitdruck beim erledigen wichtiger Arbeiten steigt und Überstunden häufen sich an. Schlimmstenfalls soll sogar der Urlaub verschoben werden. Das kann so weit gehen, dass die Arbeitsmotivation der Verbleibenden sinkt. Deshalb sollten sich insbesondere Chefs klarmachen, dass Mehrarbeit auf andere Schreibtische zu verteilen, höchstens für einige Wochen eine akzeptable Lösung darstellt.

Wenn an ihrer Arbeitsstelle ein oder mehrere Mitarbeiter fehlen, ist es wichtig mit den Kollegen und Vorgesetzten die Arbeit neu zu priorisieren. Was muss unbedingt zeitnah erledigt werden. Können Routinearbeiten von Aushilfen erledigt werden, die vielleicht leichter zu finden sind als die fehlenden Experten? Kann über eine Zeitarbeitskraft kurzfristig Entlastung geschaffen werden. Wurden schon alle Maßnahmen ergriffen die offene Stelle zu besetzen? Wurden Prämien für „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ ausgelobt? Kann eine entsprechende Personalvermittlung unterstützend eingeschaltet werden?

Hält der übermäßige Arbeitsdruck zu lange an, kann das zu weiteren Kündigungen führen, die die Situation für die bleibenden Kollegen zusätzlich verschärfen.