Abnehmen, mehr Sport treiben, mehr Zeit für die Familie. Wir kennen sie alle, die guten Vorsätze zu Jahresbeginn. Da macht das Berufsleben keine Ausnahme. Aber wie ernst ist es Ihnen wirklich mit der Umsetzung?

REFLEKTIEREN LOHNT SICH

Auch was den Job betrifft, sind es meist die gleichen Dinge, die uns an Sylvester durch den Kopf gehen. Endlich den Wunsch nach mehr Gehalt mit dem Chef besprechen. Oder die schon länger geplante Weiterbildung konkret angehen. Bewerbungen schreiben und den nächsten anstehenden Karrieresprung starten. Wie gesagt, es gibt viele Dinge, die wir umsetzen könnten. Auf jeden Fall ist es gut, zum Jahreswechsel mal in Ruhe selbst ausführlich Bilanz zu ziehen. Wie zufrieden sind Sie wirklich in Ihrem Job? Ist der Job ok, doch sollten Sie vielleicht auch mal Erfahrungen in einer anderen Branche sammeln? Brauchen Sie wirklich noch eine Fortbildung? Müssen Sie Ihre Fachkenntnisse erweitern oder würden Sie lieber ein Kommunikationstraining machen? Oder aber müssten Sie vielleicht sogar besser auf Ihre Work-Live-Balance achten? Ohne genau zu bestimmen wo Sie stehen, können Sie nicht wissen, was der wirklich sinnvolle nächste Schritt sein könnte.

GEDANKEN ODER VORSÄTZE

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie versuchen heraus zu finden, ob Sie wirklich etwas ändern möchten. Ist es nur ein Gedankenspiel, sich vor zu stellen die nächste Führungsebene zu erreichen oder wollen Sie das wirklich? Was sind Sie bereit dafür einzusetzen? Bedeutet der Wunsch nach einem Jobwechsel auch, dass Sie dafür umzuziehen würden? Je konkreter Sie sich Ihre Pläne durch den Kopf gehen lassen, desto eher merken Sie, ob Sie wirklich den Vorsatz haben, etwas zu ändern. Es kann auch sehr befriedigend sein, heraus zu finden, dass Sie im Grunde zufrieden sind, dass alles passt. Oft entsprechen Gedanken an Veränderungen gar nicht unseren eigenen Wünschen. Vielleicht ist für Sie eine berufliche Entwicklung als ausgewiesener Experte viel erstrebenswerter als die allgemein propagierte Karriere als Führungskraft. Es kann auch sein, dass eine zeitintensive Weiterbildung im Moment mit Ihrer familiären Situation gar nicht vereinbar wäre. Oder Ihnen ist Ihr Freundeskreis vor Ort wichtiger als ein aussichtsreiches Jobangebot, dass aber einen Umzug bedeutet.

WENIGER IST MEHR

Wer gleichzeitig den Plan hat, 10kg ab zu nehmen, jeden Tag Sport zu treiben und noch mehr Zeit mit der Familie verbringen will, droht zu scheitern. Dagegen ist der gute Vorsatz zweimal in der Woche ins Fitnessstudio zu gehen eher umsetzbar. Auch für gute Vorsätze im Beruf gilt weniger ist mehr. Ansonsten werfen Sie Ihre guten Vorsätze rasch über Bord und steigern nur Ihre Unzufriedenheit. Wenn Sie wirklich den Vorsatz gefasst haben etwas zu ändern, dann ist es wichtig, Ihren Wunsch zu konkretisieren. Legen Sie erste Schritte fest und machen Sie sich einen Zeitplan. Überlegen Sie z.B., wann Sie Ihren Vorgesetzten am besten auf eine Gehaltserhöhung ansprechen und bereiten Sie die entsprechenden Argumente ausführlich vor. Ihre Chance, etwas zu verändern steigt, wenn Sie sich ein bis zwei realistische, konkret geplante Ziele vornehmen.

Im Übrigen ist es für gute Vorsätze nie zu spät. Sie lassen sich genauso gut im März oder April fassen und wenn du es dann wirklich willst, konsequent umsetzen.

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