Sicher haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum manche Menschen mit Misserfolgen scheinbar leichter umgehen können als andere. Das Zauberwort heißt Resilienz, was so viel wie Widerstandsfähigkeit bedeutet.

REAKTION AUF KRISEN

Jeder von uns erfährt im Lauf der Jahre immer wieder Misserfolge bis hin zu existentiellen Krisen. In der Arbeitswelt ist das vor allem der plötzliche Jobverlust. Aber auch Trennungen, schwere Erkrankungen oder gar der Verlust eines geliebten Menschen stellen schwere Krisen da. Im extremsten Fall treffen uns mehrere dieser Schicksalsschläge gleichzeitig. Es ist ganz normal, dass uns solche traumatischen Erlebnisse erschüttern. Doch der entscheidende Unterschied ist, dass Menschen mit hoher Resilienz nicht dauerhaft aus der Bahn geworfen werden. Resilienz geht auf das lateinische Wort „resilire“ zurück, was so viel wie abprallen bedeutet.

Natürlich ist nicht jede negative Situation für jeden Menschen gleich belastend. Das hängt auch von seinen Vorerfahrungen und von der Gesamtsituation ab. Vermutlich trifft Sie eine Kündigung stärker, wenn Sie der einzige Verdiener in der Familie sind, als wenn Sie wissen, dass Ihre finanziellen Mittel noch für längere Zeit ausreichend sind. Resiliente Menschen bewältigen aber nicht nur Krisen leichter, sie kommen auch mit dem alltäglichen Stress, zum Beispiel am Arbeitsplatz, besser zurecht. Das Fazit ist also, ein resilienter Mensch ist nicht automatisch weniger Stress oder Krisen ausgesetzt, sondern er bewältigt diese Situationen besser.

WIDERSTANDSFÄHKEIT TRAINIEREN

Man geht davon aus, dass die Ausprägung der Resilienz durch Anlage- und Umweltfaktoren beeinflusst wird. Sie bildet sich schwerpunktmäßig in der Kindheit und Jugend aus. Dabei scheint die Resilienz am besten durch Erziehung zur Selbständigkeit gefördert werden zu können.

Die gute Nachricht ist, dass Sie auch als Erwachsener Ihre Resilienz erhöhen können indem Sie selbstständig die 7 sogenannten Schutzfaktoren beachten und sich besonders in schwierigen Zeiten immer wieder damit auseinandersetzen.

AKZEPTANZ

Nur wenn Sie akzeptieren, dass ein Problem besteht, können Sie auch etwas dagegen unternehmen. Das heißt auch zu sehen, dass Probleme zum Leben dazu gehören und dass nicht das Schicksal nur immer Sie trifft.

OPTIMISMUS

Wer optimistisch denkt, glaubt an einen guten Ausgang der Dinge nach dem Motto, „auf Regen folgt Sonnenschein“. Dabei sollten Sie die Dinge jedoch realistisch einschätzen und nicht nur immer durch eine rosarote Brille betrachten.

SELBSTÜBERZEUGUNG

Damit ist gemeint, dass Sie daran glauben aus eigener Kraft etwas bewegen zu können. Hilfreich ist es, sich auch kleine Erfolge bewusst zu machen. Auch Bestätigung und Anerkennung von außen nicht abzutun, sondern sie bewusst wahrzunehmen, hilft, denn unsere Gedanken steuern unsere Gefühle.

VERANTWORTUNG

Es ist wichtig die Ursachen für Misserfolge zu analysieren und aus gemachten Fehlern zu lernen. Übernehmen Sie die Verantwortung für das, was Sie selbst beeinflussen können.

NETZWERKE

Sie sind nicht allein. Suchen Sie sich Menschen, denen Sie vertrauen können. Bitten Sie sie um Hilfe, wenn Sie in einer schwierigen Situation stecken. Das beruht natürlich auf Gegenseitigkeit.

LÖSUNGSORIENTIERUNG

Suchen Sie nicht nach Schuldigen sondern konzentrieren Sie sich auf Lösungen. Sobald Sie aktiv Maßnahmen ergreifen, die zur Problemlösung beitragen, wandelt sich auch Ihre Gefühlslage wieder ins Positive.

ZUKUNFTSORIENTIERUNG

Stecken Sie sich attraktive Ziele, die Sie aus eigener Kraft erreichen können. Dazu gehört es auch immer einen Plan B parat zu haben. Dann sind Sie gleich gerüstet, falls sich die Dinge etwas anders entwickeln.

Wenn Sie nicht ohnehin ein Stehaufmännchen sind, hilft es sich bei Misserfolgen die 7 Schutzfaktoren immer wieder ins Bewusstsein zu holen. So werden Sie schwierige Situationen im Berufs- wie im Privatleben aus eigener Kraft besser überstehen und sich auch von Krisen nicht dauerhaft unterkriegen lassen.

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